Zweierlei: Gedanken zu Weihnachten

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Mein Freund von Beats and Dogs und ich starten heute ein neues Ding. Regelmäßig wird es von nun an unsere „Zweierlei“ Kolumne zu lesen geben. Ein Thema und zwei Ansichten, Gedanken oder Meinungen dazu. Das muss aber nicht heißen, dass wir immer anderer Meinung sind. Es geht einfach darum, zu einem vorgegeben Thema den Gedanken freien Lauf zu lassen. Seinen Beitrag findet ihr natürlich auf seinem Männerblog und meinen Senf könnt ihr hier auf whoismocca.com lesen. Den Post des anderen lesen wir auch jeweils erst am Tag der Veröffentlichung, da läuft also nichts mit internen Absprachen. Ich bin auf Christian’s Ansichten also genauso gespannt wie ihr. ;) Weihnachten naht und darum möchten wir auch den ersten Zweierlei Beitrag diesem Thema widmen. Wir möchten euch von unseren Gedanken zu Weihnachten erzählen.

Gedanken zu Weihnachten

Es ist der 23.12.1996 und ich bin sieben Jahre alt. Ich bin wie immer bei meiner Oma und gehe brav früh ins Bett, denn am 24. ist es endlich wieder so weit. Das Christkindl kommt. Natürlich bin ich am Morgen des Weihnachtsfeiertages schon sehr früh munter und versuche durch das Schlüsselloch im Wohnzimmer zu spähen. Das ist nämlich den ganzen Tag verschlossen, das Christkindl muss schließlich arbeiten und hat alle Hände voll zu tun. Baum schmücken, Geschenke besorgen und verpacken; es war immer erstaunlich wie es das alles geschafft hat! Um 17 Uhr gab es meistens eine Jause und wir saßen in der Küche und warteten auf die Bescherung. Gegen 18:30 hörte man dann ein kleines Glöckchen klingeln und auf einmal stand auch die Türe vom Wohnzimmer einen Spalt offen. Alle waren voller Freude und bestaunten den mit Sternspritzern und Kerzen beleuchteten Christbaum.

An die Geschenke selbst kann ich mich eigentlich kaum erinnern. Aber das war auch nebensächlich. Oma schaffte es Jahr für Jahr mir ein schönes Weihnachtsfest zu bescheren und das wurde auch noch fortgesetzt, als ich bereits wusste, dass Oma die Geschenke bringt und mein persönliches Christkindl war. So wie auch die Türe immer verschlossen blieb, bis es auf einmal klingelte. Das wurde solange zelebriert bis sie im Dezember vor acht Jahren starb. Und damit starb auch ein klein bisschen mein Verlangen, Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen und den Tag zu etwas besonderem zu machen. Irgendwie habe ich das noch nie richtig verarbeiten können und diese acht Jahre kommen mir vor wie acht Tage. Dementsprechend ist auch meine Gefühlslage wenn ich daran denke.

Nichtsdestotrotz habe ich liebe Menschen wie meine Mama und Christian um mich herum mit denen ich Jahr für Jahr diesen Tag verbringe. Meistens verbringen wir einen gemütlich Abend zuhause bei gutem Essen. Auf Geschenke legen wir eigentlich nicht so viel Wert, denn meistens ist dies eh nur eine Geld-Tauscherei. Wenn wir uns etwas schenken wollen, dann machen wir das meist schon unterm Jahr und das gilt dann symbolisch für Weihnachten. Zu Weihnachten gibt es dann vielleicht noch eine kleine Aufmerksamkeit wie Kuschelsocken oder eine Wärmflasche in Hundeform.

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Ich kann mich auch noch sehr gut an meine selbst geschriebenen Wunschzettel ans Christkind erinnern. Ich hatte ja echt eine super Kindheit wo es mir an nichts fehlte, deswegen musste ich auch bei den Wunschzetteln so lange überlegen. Ich saß dann immer in der Küche und zeichnete verschiedene Stofftiere, die ich gerne zum kuscheln hätte, auf meinen Wunschzettel. Dieser kam dann hinter die Gardinen am Küchenfenster und das Christkind holte den Brief dann nach 3-4 Tagen ab. Oma ließ mich also auch hier ein wenig zappeln. Wenn ich einmal ein Kind haben sollte, dann möchte ich auch, dass es so „normal“ aufwächst, Geschenke zu schätzen weiß sowie ein paar Traditionen vermittelt bekommt.

Meine größten Geschenke zu Weihnachten in den letzten Jahren waren aber diese, die man nicht mit Geld kaufen kann. Ich denke da vor allem an meinen Husky Angel, der ein paar Tage vor Weihnachten 15 Jahre alt wird. Jeden Dezember und jedes Jahr mehr, dass ich mit ihm verbringen kann bedeutet mir alles, denn leider ist auch unsere gemeinsame Zeit begrenzt. Angel ist also Jahr für Jahr mein kleines Christkindl und Mocca übernimmt den Part des Krampus. ;)

Ich bin gespannt, ob mir die Weihnachtszeit und der Heilige Abend selbst irgendwann mal wieder mehr bedeuten und vielleicht ein bisschen Gefühl aus meiner Kindheit zurück kommt. Bis dahin lasse ich den Weihnachtstrubel Trubel sein und freue mich auf ein gemütliches Beisammensein am 24. Dezember.

Wie ist das bei euch? Bedeutet euch Weihnachten etwas? Erzählt mir von euren Gedanken zu Weihnachten! 

Ich bin schon gespannt wie euch diese neue Kategorie gefällt. Ich habe in meinen bisherigen Beiträgen ja nie viel persönliches von mir Preis gegeben. Freue mich auf eure Kommentare dazu.

Verena

Verena

CEO, Editor

Verena ist Gründerin und CEO von Who is Mocca?, dem Fashion Blog aus Österreich. Die französische Bulldogge Mocca ist der Namensgeber des Modeblogs aus Österreich. Verena zeigt auf ihrem deutschsprachigen Fashion Blog täglich neue Outfits und Trends sowie Beautyreports und Beiträge zu Wohntrends.

20 Comments
  1. Hey meine Liebe,
    Schön geschrieben. Weihnachten bedeutet mir nach wie vor sehr viel und ich könnte mir nie vorstellen den 24.12 nicht zu Hause bei meinen Eltern (und der Familie) zu verbringen. Wir feiern Weihnachten immer bei uns und laden den Rest der buckligen Verwandschaft ein ;) Dann essen wir, singen Weihnachtslieder, essen und trinken weiter und packen alle zusammen Geschenke aus. Ich liebe es so sehr.

    Ganz liebe Grüße,
    Leonie

    http://www.allispretty.net

  2. Was für ein schöner Post zum Sonntag :)
    Ich bin ein absolutes Weihnachtskind, für mich gibts nix schöneres, als schön mein Zuhause zu dekorieren und am Weihnachtsabend dann eine schöne entspannte Zeit mit meiner Familie zu verbringen. :)
    Das schönste ist es wenn sich alle über meine Geschenke freuen… vor allem mein kleiner Neffe <3

    Liebe Grüße
    Ina von http://www.ina-nuvo.com

  3. Weihnachten ist bei uns immer etwas ganz besonderes, wobei ich es in meiner Kindheit am schönsten fand. Da waren wir jedenfalls vollzählig. Ich weiß auch wie es ist, wenn ein besonderer Mensch an solchen Tagen fehlt.

  4. Sehr schöne Idee und vor allem interessant, zwei Ansichten zu einem Thema zu lesen! Ich feiere in diesem Jahr nun das 5. Jahr ohne meinen Vater, der in 2010 verstorben ist – es ist immer schlimm und wird auch nicht besser, auch wenn es immer heißt, dass die Zeit die Wunden heilt…

  5. Ich mag die ganzen Lichter und hübsch dekorierten Häuser und Vorgärten total. Als Kind hatte ich keine schönen Zeiten an Weihnachten, ich kann mich nur noch schwach daran erinnern. Umso mehr mag ich es jetzt und finde es immer sehr schön, wenn ich Eltern mit ihren Kindern sehe. Die sich gemeinsam auf Weihnachten freuen.

    Euer Bild gefällt mir sehr gut, ihr seid ein süßes Paar. LG

    http://featheranddress.com

  6. Ein schöner Post, bei uns steht die Familie im Mittelpunkt und nicht die Geschenke, wir freuen uns alle auf ein tolles Essen und einen schönen Weihnachtsbaum den wir uns am 24 aus dem Garten holen!
    Lieb Grüße an dich und einen schönen dritten Advent
    Alnis
    http://alnisfescherblog.com

  7. Ich finde das ist wirklich eine schöne Kategori, die lädt wirklich dazu ein gleich mal beide Einträge lesen zu wollen :)

    Dass dir die Weihnachtsfreude durch deinen Verlust so vergangen ist, ist wirklich schade aber auch verständlich. Aber ich bin mir sicher das kommt wieder. Sicher nicht wie früher aber auf eine neue und nicht minder schöne Weise.
    Auch ih feiere Weihnachten mit meinen Eltern jedes Jahr im gleichen Ablauf und obwohl meine Schwester nun auch schon erwachsen wird läutet das Christkind immer noch sein Glöckchen…
    Ich wünsch dir trotzdem schöne Feiertage und eine tolle Zeit mit deiner Familie :)

  8. Ein sehr schöner und bewegender Post. Ich denke, jeder von uns der deine Worte liest, denkt an diesen einen besonderen Menschen, den man schon verloren hat…

    Ich freue mich an Weihnachten auf eine gemütliche Zeit zu Hause mit meinem Liebsten und unseren beiden Fellnasen. Geschenke gibt’s nicht! Höchstens endlich mal längere Spaziergänge und Gespräche, zu denen man im Alltag viel zu selten kommt.

    Die Kategorie finde ich total klasse und werde jetzt noch schnell bei Christian lesen. :-)

    Liebe Grüße und von Herzen eine wunderschöne Weihnachtszeit für Euch!

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