Die 80/20 Styling-Regel! Was steckt dahinter?

Ein voller Schrank, aber nichts zum Anziehen? Dieses Klischee sorgt immer wieder für ein Schmunzeln. Leider kennen aber viele von uns dieses Dilemma aus dem persönlichen Alltag – auch wenn wir es ungern zugeben. Eine intelligente Shopping-Formel soll das Problem jetzt allerdings ein für alle Mal aus der Welt schaffen! Ich habe für euch recherchiert, was es mit der 80/20 Regel auf sich hat.

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80/20 Regel: Mit Mathe zum perfekten Kleiderschrank?

Shoppen ist bekanntlich die zweitschönste Nebensache der Welt. Schließlich sind prall gefüllte Einkaufstaschen und die Gewissheit, dass sich darin jede Menge modische Highlights der aktuellen Saison befinden, im ersten Moment sehr erfüllend. Zuhause angekommen erhalten die neuen Schätzchen dann einen ganz besonderen Platz im Kleiderschrank – und oft bleiben sie dort leider auch.

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Aber woran liegt das? An sich wären die frisch gekauften Trend-Teile ja total stylisch, aber irgendwie will das mit dem dazu passenden Outfit einfach nicht klappen. Es handelt sich hier um eben jene verflixten Momente, in denen man Stunden mit anprobieren verbringt und seine gesamte Garderobe verflucht.

Eine ausgeklügelte Shopping-Formel soll in Zukunft dafür sorgen, dass uns dieses Problem erspart bleibt. Die 80/20 Regel verspricht modisch nachhaltiges Shopping ohne späteren Kleiderschrank-Frust. Das Geheimnis dabei ist, ein spezielles Verhältnis aus Basics und Trendteilen zu erreichen.

Was ist die 80/20 Regel?

Die Zahlen im Titel der Fashion-Formel stehen für zwei spezielle Prozentsätze, die gemeinsam für die richtigen Verhältnisse im Kleiderschrank sorgen sollen. Es handelt sich hierbei um die Ratio zwischen klassischen Basics und aktuellen Trend-Teilen – diese sollte im besten Fall 80 % zu 20 % betragen.

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Aber wie schafft man es nun, tatsächlich vier mal so viele schlichte Stücke wie Eyecatcher zu besitzen? Auch wenn das Fashionista-Herz ein bisschen schmerzt – die Antwort liegt im richtigen Shopping-Verhalten.

Die 80/20 Regel besagt: Für die perfekte Garderobe sollten nur 20 % der modischen Neuzugänge aus der Trend-Section kommen, der Rest ist für nachhaltige Basics reserviert.

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Wie funktioniert die 80/20 Regel im Alltag?

Um sicherzustellen, dass in der eigenen Garderobe exakt die richtigen Verhältnisse herrschen, müsste man schon ein echter Organisations-Junkie sein. Tatsächlich zählen und kategorisieren natürlich die wenigsten von uns gerne stundenlang in ihrem Kleiderschrank herum.

Eine viel einfachere Methode, um nach und nach wie von selbst eine 80/20 optimierte Garderobe zu schaffen ist, sich das Shopping-Budget strikt einzuteilen. Wenn man nämlich davon ausgeht, dass alles, was man kauft ungefähr aus dem gleichen Preissegment stammt, dann kommt man mit 80 % Budget für Schlichtes und 20 % für Ausgefallenes eigentlich recht nah an die Formel ran.

So könnte man sich dann im Laufe der Zeit immer weiter an perfekte Kleiderschrank-Verhältnisse herantasten und schlussendlich ein für alle Mal mit dem „Was zieh ich bloß an?!“-Problem abschließen. Denn bei einem so großen Grundstock von Basics wird es plötzlich zum Kinderspiel, jedes beliebige Trendteil stilvoll zu kombinieren.

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Zu Basics wie Mom Jeans und Blazer wird ein Trendteil kombiniert: Der Birkin Basket.

Hard Facts zur 80/20 Regel

Die Vorteile:

  • Die Shopping-Formel schafft schon beim Einkaufen klare Verhältnisse.
  • Im Zweifelsfall ist ein Basic-Outfit plus Eyecatcher als Blickfang nie verkehrt – so werden unliebsame Fashion-Dilemmas vermieden.

Die Nachteile:

  • Oftmals kann es schwer sein, nur 20 % des festgelegten Shopping-Budgets in besondere Stücke zu investieren. Gerade Taschen und Schuhe sprengen diesen Rahmen sehr leicht – bei teureren Modellen dürfte man sich dann für eine lange Zeit nur Basics kaufen, um das finanzielle Ungleichgewicht aufzuwiegen. In der Praxis und bei langfristigen Investitionen kann man daher speziell bei Accessoires Ausnahmen von der 80/20 Regel machen. Allerdings kann man in diesem Fall auch Vintage und Second-Hand shoppen – so spart man sich auch einiges und kann der Fashion-Formel treu bleiben!

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Die 80/20 Regel funktioniert nicht nur beim Styling!

Die 80/20 Regel ist natürlich keine reine Erfindung der Modeindustrie. Ursprünglich stammt die Formel aus der Wirtschaftslehre und ist dort als Pareto-Prinzip bekannt. Die Verteilung besagt, auf den Arbeitsertrag bezogen, dass 80 % des Ertrags aus 20 % der Arbeit hervorgehen, die restlichen 80 % der Arbeit bringen hingegen nur 20 % Ertrag.

Puh, das klingt doch erst mal ganz schön kompliziert – aber wenn man diese Regel auf Bereiche des persönlichen Lebens überträgt, bekommt sie plötzlich eine sehr simple, praxisbezogene Bedeutung!

Könnte es also sein, dass 20 % unserer Anstrengungen für 80 % unseres Erfolges verantwortlich sind? Oder etwa, dass man ruhig 20 %  Junkfood snacken kann, wenn man der restlichen Nahrungsbedarf dafür mit Gesundem deckt? Wo die 80/20 Regel wirklich Sinn macht, müssen wir wohl alle für uns selbst herausfinden.

Was sagt ihr zu der 80/20 Regel? Kennt ihr diese bereits und wäre das etwas, das ihr in euren Alltag einfließen lassen könntet? Ich bin gespannt auf eure Meinungen dazu!

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Reni

Reni

Redakteurin bei Who is Mocca?

Reni ist seit Anfang 2016 Teil des Teams von Who is Mocca?. Sie wirkt in vielen Kategorien des Mode und Interior Magazins als Redakteurin mit. Ihre Beiträge umfassen Themen wie Modetrends, Beauty-Tipps und Interior. Vom Trendreport bis zum Deko-DIY ist alles mit dabei.

18 Comments
  1. von der 80% 20%-Formel habe ich zwar bisher nichts gehört, aber ich kann nur sagen, dass ich sie klasse finde und im Grunde schon eine ganze Weile so praktiziere! ich miste meinen Kliederschrank ohnehin immer wieder aus und inzwischen finden dort mehr klassische, zeitlose Teile ihren Platz und mal das eine oder andere Trendteil :)

    eine schöne Woche dir liebe Reni,
    ❤ Tina von Liebe was ist
    Liebe was ist auf Instagram

  2. Eine sehr interessante Interpretation des Paretoprinzips. Dieses kannte ich bisher eher aus anderen Bereichen, aber sie auf das Shopping anzuwenden ist natürlich eine super Idee ;) Du hast völlig Recht, wenn Trendteile nichts zum Rest des Schrankinhalts passen, können sie noch so schön sein, aber man wird sie dennoch nicht tragen.

    Vielen Dank für den interessanten Beitrag und liebe Grüße

    Neele von https://justafewthings.de

  3. Die Regel ist wirklich sinnvoll. Ich lasse mich leider viel zu oft von Trendteilen zum Kauf verleiten und vermisse viele Basics in meinem Schrank. Das müsste ich dringend mal ändern, denn schlichte, schöne, hochwertige Basics sind die ultimativen Notfall-Outfits, die immer gut aussehen.

    Liebe Grüße
    Anika von MISS ANNIE

  4. Ich finde deinen Post richtig klasse und spannend! Endlich hat das Kind einen Namen und ich war gleichzeitig stolz auf mich. Nach diesem Modell shoppe ich schon eine ganze Weile und finde es klappt hervorragend! Die Tage sind selten geworden, an denen ich gänzlich planlos bin. Dafür habe ich viele wohl fühl Basic Looks, die ich nach Lust und Laune mit Highlight Teilen aufpeppen kann. Fazit? 80/20 funktioniert!

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